Transalp Tour 2008

Nach einer einjährigen Pause war es heuer wieder soweit und wir starteten unsre vierte (für mich nummer drei) Transalptour mit dem Mountainbike. Mit dabei waren wie immer Michi, Gerhard, Harald, Peter und ich und zum ersten mal auch der Berndi. Wie gehabt übernahm Harald die Planung der Tour, reservierte Übernachtungen und organisierte die Route. Berndi und Ich fuhren beriets am SA, dem 09.08.2008 zum Gardasee um mein Auto mit Campingwagen dort abzustellen was sich anfangs als nicht so einfach herausstelle, denn Abstellmöglichkeiten ohne für Strom und Personen zu zahlen sind am Garadsee rar. Doch wir übernachtetn auf einem öffentlichen Parkplatz und fanden m nächsten Tag einen Platz am kleinen Hafen von Torbole für die eine Woche in der wir mit den Rädern unterwegs waren. Danach hiess es sofort mit Berndis Auto und den beiden Rädern nach Innsbruck zu fahren wo wir die anderen Jungs trafen und mit zwei Autos weiter nach Sölden fuhren, unsrem diesjährigen Startpunkt der Tour.

Tag 1: Von Sölden nach Vent

Voll motiviert begann die Tour am 10.08.2008 in Sölden in Tirol so gegen 12 Uhr mit … wie soll es anders sein … einer saftigen Steigung über die „Ötztaler Gletscherstrasse“ übers Rettenbachjoch auf den Tiefenbachgletscher. Oben angekommen freuten wir uns schon auf die Abfahrt, doch daraus wurde nichts. Der Trail war so unwegsam und mit großen Steinen überhäuft dass wir unsre Räder bis kurz vor Vent runterschieben und tragen mussten. Erst kurz vorm Ort kamen wir auf eine Schotterpiste und fuhren um 19:30 in Vent ein, bezogen unser Quartier und gönnten uns ein üppiges Abendessen. Danach fiehlen wir geschlaucht vom anstregenden Tag in die Betten und genossen den verdienten Schlaf.

Tag 2: Von Vent auf die Similaunhütte

Morgens hiess es gleich mal ordentlich Frühstucken um Kraft zu schöpfen, die Trinkflaschen aufzufüllen und sich danach, wohl oder übel auf den Fahrradsattel zu schwinden. Und schon spürt man die zurückgelegten Kilometer im Sitzfleisch. Der zweite Tag stellte sich jedoch als weniger anstregend heraus denn es ging gerade mal eineinhlab Stunden auf einem gut befahrbaren Schotterweg bergauf zur Martin Busch Hütte wo wir kurz einkehren um einen Happen zu uns zu nehmen. Danach gings nochmal die selbe Distanz weiter zur Similaunhütte, unsrer höchsten Übernachtung mit 3019m über dem Meeresspiegel. Das beeindruckenste Erlebnis war wohl die ca. 15 minütige Schiebepassage über eine Gletschzunge aus reinem Eis, wobei der Halt mit unsren Fahrradschuhen mit Clips relativ gut war. Wir kamen um ca. 13:00 auf der Hütte an und bezogen unsrer reserviertes 6-Bettzimmer, nutzten die warme Dusche und verbrachten den Nachmittag gemütlich miteinander.

Tag 3: Weiter nach Tartsch

Der Abstieg von der Similaunhütte ernüchterte uns wieder mal und weckte Erinnerungen von vergangenen Transalptouren, denn leider bekamen wir zur Belhonung keine schöne Abfahrt sondern mussten die Räder über den gerölligen, schmalen Fußweg hinunterschieben. Dabei verletzte sich Gerhard denn er überknöchelte ein Fußgelenk was zu einer saftigen Schwellung führte. Doch wir mussten weiter bis wir endlich zum Stausee „Lago di Vernago“ kamen. Von dort hatten wir eine schöne Abfahrt auf Asphalt bis nach Naturns und auf dem Fahrradweg weiter nach Latsch wo wir zu Mittag assen. Nach der Stärkung gins weiter hinauf auf die Tartscher Alm. Die erste dreiviertel Stunde verliefen auf Aspahlt und ab der Talstation des Sesselliftes gibs auf einer gut geschotterten Piste weiter, doch teilweise mit Steigungen von 10-15%. Oben angekommen erfuhren wir leider dass es auf der Hütte keinen Platz für uns gab und die Überqurung des Tartscher Passes war auf Grund des unbeständigen Wetters und unsrer körperlichen Verfassung nicht mehr möglich. Also fuhren wir den gesamten Weg wieder hinunter und fanden die wohl schönste Unterkunft der gesamten Tour. Einem alten Haus, dem „Riesen“ aus dem 13ten Jahrhundert, wunderschön eingerichtet mit alten Kunstschätzen und beeindruckenden Deckenmalereien. Darunter gabs ein sehr gutes Resaurante in dem wir zu Abend aßen.

Tag 4: Übers Rabijoch nach Male

Aus Motivaions- und Zeitgründen konnten wir nicht nochmals den Anstieg zur Tartscherhütte mit dem Rad zurücklegen sondern fuhren lediglich bis zur Taalstation des Sesselliftes und nützten diesen. Gerhards Knöchel war am nächsten morgen immer noch stark geschwollen und so entschied er die Tagesetappe mit dem Zug zu fahren. Wir starteten von der Tartscheralm über den gleichnamigen Pass (2517m), runter nach Sankt Gertraud und mussten danach noch übers Rabijoch (2449m), was uns insgesamt eine Tour von über 2000 Höhenmeter bescherte und jeden von uns ziemlich zusetzte. Doch die Abfahrt vom Rabijoch entschädigte ein wenig mit einer traumhaften Abfahrt, einer Mischung aus einem schmalen Trail entlag des Grades, einer super Downhilabschnitt und zum Schluss die nie enden wollende Abfahrt nach Male auf Asphalt. Berndis Bremspacken waren inzischen Geschichte, was ein bisschen zu einer Zitterpartie wurde, konnte sie aber in Male tauschen. In Male stoss auch wieder Gerhard zu uns und wir aßen gemeinsam zu Abend.

Tag 5: Weiter nach Andale

An diesem Tag starteten wir inkl. Gerhard von Male aus über den ??? nach Pracupola und leider fuhren wir ungewollt bis ins Taal auf die Bundesstrasse auf. Deshalb mussten wir nochmals eine sehr lange Steigung nemen auf die keiner gefasst war und deshalb ziemlich demotivierte. Eine lange meanderförmige Strasse nach Spormaggiore und dann nochmals bergauf weiter nach Andale. Harry machte es sich leicht und hielt sich an einem Touristenzug fest der die Strasse heraufkam und sparte sich einige Höhenmeter (Ja Harry, die müssma dir leider abziehen). In Andalo angekommen gabs wieder mal Probleme eine Unterkunft zu finden und wir streuten alle aus um in den zhalreichen Hotels nachzufragen. Schlussendlich fanden wir zwei Hotels und so mussten wir uns aufteilen.

Tag 6: Einfahrt am Riva del Garda

Der letzte Tag war nur mehr ein Halber und wir mussten nur mehr wenige Höhenmeter bis zum Gardasee überwinden. Auf dem Weg dort hin wurden wir erstmals von schlechtem Wetter überrascht, verbrachten aber während des kurzen Schütters gemütlich im Gasthaus beim Mittagessen. Danach riss es wieder auf und wir kamen trocken an unser Ziel. Die Einfahrt auf den See genoss jeder sichtlich, wir gratulierten uns zur erbrachten Leistung und machten Gruppenfotos mit dem Largo di Garda im Hintergrund.

Es war wieder ein voller Erfolg mit vielen körperlichen Strapatzen und ohne gröbere Zwischen- oder Unfälle. Eine Woche in der man veil gemeinsam mit guten Freunden erlebt und durchgemacht hat. Der krönende Abschluss war wieder mal die abschliessende Feier am Gardasee und diesmal musste kein Quartier gesucht werden, denn ich hatte ja beriets meinen Wohnwagen vor Ort. So bauten wir das Vorzelt auf (Stangen hab ich leider zu Hause vergessen) und übernachteten und feierten zu sechst am Campingplatz.

 
reisen/transalp2008.txt · Zuletzt geändert: 2014/01/09 23:09 von Markus Manninger · [Ältere Versionen]
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